Halbtageswanderung nördlich der Zwölf Apostel Buche und südlich der Hügelgräberfelder am Donnerstag, dem 20. Februar 2025
Wanderführer: Dagmar Bartz
Bilder: Herbert Joerißen
Nach dem Überqueren der Bundesstraße 56 ereichen wir den Lohmarer Wald. In der Teichlandschaft des Lohmarer Waldes liegen im Naturschutzgebiet „Gagelbestand“ die nach dem nordöstlichen Ortsteil von Siegburg benannten Stallberger Fischteiche.
Die sich weitestgehend selbst überlassenen Stallberger Gewässer haben sich zu einem Rückzugsgebiet für seltene und gefährdete Tiere und Pflanzen entwickelt.
Neben Vorkommen des als stark gefährdet geltenden und daher besonders geschützten Königsfarns (Osmunda regalis) ist hier vor allem der Gagelstrauch (Myrica gale, auch Gagel oder Moor-Gagel genannt) zu nennen. Gagel wurde für zahlreiche Verwendungen genutzt: als Gerber- und Färberpflanze und aufgrund seines Duftes auch zur Parfumherstellung (Gagelöl) bzw. als insektenvertreibendes Mittel. Daneben wurde Gagel – archäologische Funde im Gebiet der Rheinmündung belegen dies schon für die Zeit von Christi Geburt – auch zum Bierbrauen verwendet.
Bei einem Teil der Teiche war das Wasser abgelassen worden, so dass sich dadurch interessante Ansichten boten.
In den alten Zeiten wurden große Teile des Gebiets trocken gelegt, so dass auch heute noch Kanäle am Wegesrand zu sehen sind, in denen viel Wasser fließt. Die Trockenlegung galt insbesonderen auch für die Moore, die heute teilweise wieder renaturiert werden.
Die Wanderung wurde am Ende durch die ersten Sonnenstrahlen des Tages belohnt.
